Der Werner Ingenieur Peter Kaiser engagiert sich in der Auffangstation Villa Martin. (Foto: privat)
Vor anderthalb Jahren hatte der Hundefreund die Station zum ersten Mal besucht. "Der Kontakt ist über den Galgo-Hilfe e.V. zustande gekommen, in dem ich mich engagiere", berichtet der 71-Jährige. Der erste Anblick war erschreckend: "Hunde haben in Spanien nur einen Nutzwert. Erfüllen sie den nicht mehr, werden sie in die Stationen gegeben." Meldet sich nach zwölf Tagen niemand, ist das ein Todesurteil. Spanische Kommunen unterstützen Station nicht
Nachdem in Villamartin mit der Holländerin Saskia Rinia van Nauta die "Mutter Theresa der Hunde" die Leitung übernommen hat, gibt es wieder Hoffnung für die Tiere. "Rund 500 Hunde können pro Jahr vermittelt werden, nach Europa, aber auch nach Spanien, wo wir daran arbeiten, den Tierschutzgedanken voranzutreiben", sagt Peter Kaiser.
Seine Fachkräfte sind vor Ort in Spanien sehr gefragt: "Die Kommune gibt kein Geld für die Station, weshalb wir sie mit Spenden unterstützen." Das können Hundefutter und Medikamente sein, aber auch eine Videoanlage, die Kaiser vergangenes Jahr installiert hat. Dabei geht es auch darum, als Flugpate Hunde nach Deutschland zu bringen.
Die Chance, einen Hund aus Villamartin zu vermitteln, sei sehr gut: "Die Hunde werden untersucht, gechipt und geimpft. Außerdem erhalten sie den europäischen Haustierpass." Auch in Werne leben bereits viele spanische Hunde - unter anderem Dank der Hilfe von Peter Kaiser.